MIT TWINTHEWORLD IN ISLAND
Credit: Twintheworld - Roman Flepp und Valentin Manhart
WARUM ISLAND?
Island ist seit vielen Jahren ein Sehnsuchtsort für uns: Die unglaublichen Weiten, die wir uns als Schweizer gar nicht gewohnt sind, aber auch die eigentlich vertrauten Gletscher, die dann aber doch ganze andere sind als die der Alpen - das und Vieles mehr hat uns bereits 2018 und 2019 nach Island gezogen. Im Rahmen unserer jährlichen grösseren Reise innerhalb Europas wollten wir deshalb gewissermassen “back to the roots”.
Unsere Erwartungen
Für uns war klar, dass wir nicht nochmals das gleiche Island erkunden wollten. Nur schon wegen der Jahreszeit würde sich die Insel von einem gänzlich anderen Gesicht zeigen, doch auch räumlich wollten wir neue Wege begehen: Die rauen Highlands und die Westfjorde standen schon lange auf unserer Liste. Ganz gemäss dem Motto “Between Ice and Light” wollten wir Island zudem erstmals in der Mitternachtssonne erkunden und Trekkings in den Nächten vornehmen.
Unser grober, möglichst flexibel gehaltener Plan zahlte sich aus, denn wenig war so, wie wir es erwartet hatten: Die meisten Strassen waren wegen des Schnees noch ungewöhnlich lange geschlossen, sodass die Highlands wegfielen. Auch das Wetter zeigte sich während den zweieinhalb Wochen auf Island eher von der stürmischen als von der sonnigen Seite. So änderten wir unseren Plan…
Ytri-Rauðarmelskúla Vulkan
Am Svörtuloft Leuchtturm
Papageientaucher bei Látrabjarg
Strand am Önundarfjörður Pier
ERSTER CAMP-SPOT
Von Vulkanen über Gletscher und Wasserfälle bis zu schwindelerregenden Klippen bietet sie alles, was Island ausmacht. Auch der Snæfellsjökull-Nationalpark ist unglaublich schön, denn neben dem berühmten Kirkufjell, der aus Game of Thrones bekannt ist, gibt es noch viele unbekannte Landstriche. So schliefen wir beispielsweise erstmals direkt neben einem Vulkan - genauer gesagt, neben dem Ytri-Rauðarmelskúla.
Unerlässlich war eine gute Schlafmaske nötig, da es im Mai nie wirklich dunkel wurde und einen die Sonne um drei Uhr nachts wecken konnte.
Nicht weniger beeindrucken waren die nahen Klippen beim Svörtuloft Leuchtturm.
Jeden Tag einen Fjord weiter
Jeden Tag ging unsere Reise einen Fjord weiter, sodass wir nach rund einer Woche mit Ísafjörður den grössten Ort der Region erreichten. Davor übernachteten wir aber noch an einem magischen Strand, am Önundarfjörður Pier.
Nun stand nochmals eine für uns neue Region im Fokus: Die Berge im Norden Islands, direkt westlich von Akureyri.
Das richtige Equipment
Für die sehr rauen Bedingungen in Island war HEIMPLANET mit seiner robusten Ausrüstung genau der Partner, den wir brauchten. Besonders an den stürmischen Abenden waren wir froh, dass wir geschützt waren. Das Kirra hat sich durch die schnelle Art des Aufbaus und die Stabilität bewährt. Auch die Grösse der Zelte war perfekt für uns, sodass immer alles trocken blieb und wir nicht allzu viel Material im Auto lagern mussten.
So konnten wir uns voll und ganz auf das Fotografieren in der magischen Landschaften und der Mitternachtssonne konzentrieren, stets im Wissen, dass unser Basecamp dem isländischen Wetter trotzt.
Unsere Fragen an Twintheworld
WIE LANG WAREN DIE FAHRTEN?
Wir versuchten, nicht zu viel Zeit im Auto zu verbringen, sondern möglichst viel draussen zu sein und zu wandern, zu zelten und zu kochen. Trotzdem sind die Distanzen in Island oft weit und gerade die Fjorde können die Reise ungemein verlängern: So fuhren wir manchmal mehrere Stunden Fjord ein und Fjord aus (mit einem guten Hörbuch natürlich). In entlegenen Gebieten wie in denen, in welchen wir unterwegs waren, fanden wir zudem oft Schotterstrassen vor.
WAS WAR DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG?
Am herausforderndsten war definitiv das Wetter. Zwar hatten wir Schnee erwartet, doch keine solch grossen regionalen Unterschiede. In den Westfjords war der Frühling deutlich sicht- und spürbar und das Wetter ein ganz anderes als jenes des Nordgebirges. Schnee sahen wir wenig - zumindest auf Meereshöhe. Dass wir in der letzten Woche noch in eine komplett weisse Landschaft gelangen würden, überraschte uns und zwang uns, flexibel mit unserer Ausrüstung adaptieren zu können.
WURDEN EURE ERWARTUNGEN ERFÜLLT?
So wurden unsere Erwartungen zwar erfüllt, doch, wie angesprochen, auf eine ganz andere Art: Die Highlands bleiben ein Projekt für eine nächste Reise, doch fanden wir das Abenteuer, das wir gesucht hatten! In vielen Belangen war die Reise sogar noch abenteuerlicher, als geplant. Zum Glück waren wir mit dem Kirra auf spontane Wechsel der Routen und des Wetters (und der Jahreszeiten!) vorbereitet. So bleibt eine unvergessliche Zeit in Erinnerung.